Filialist Dr. Eckert schlägt Alarm
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Unternehmensgruppe warnt vor Kahlschlag bei 220 Filialen sowie 1300 Arbeitsplätzen und fordert Kurskorrektur aus Berlin
BERLIN // Die geplante Erhöhung der Tabaksteuer bedroht den stationären Einzelhandel in Deutschland in einem bisher ungekannten Ausmaß. Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert (UGDE) schlägt nun Alarm. Das filialisierte Handelsunternehmen betreibt bundesweit 220 Filialen und beschäftigt 1300 Angestellte. In einem dringenden Appell an den Finanzausschuss des Deutschen Bundestags warnt die Geschäftsführung vor erzwungenen Filialschließungen und einem massiven Verlust an Arbeitsplätzen – besonders im ländlichen Raum.
„Tabakwaren sind für unsere 220 Filialen ein kritischer Frequenzbringer“, erklärt Torsten Löffler. Der UGDE-Geschäftsführer fügt an: „Wenn der Staat die Preise durch überproportionale Steuern künstlich in die Höhe treibt, bricht uns die Kundenfrequenz im stationären Geschäft weg. Das trifft nicht nur den Tabakumsatz, sondern reißt auch tiefe Löcher bei Randsortimenten und Presseprodukten. Viele Standorte lassen sich so schlichtweg nicht mehr wirtschaftlich betreiben.“ Die Leidtragenden seien am Ende die Beschäftigten im Verkauf – meist Frauen in Teilzeit – sowie die Bürger vor Ort, denen ein Stück Nahversorgung geraubt werde.
Besonders unverständlich ist für das Unternehmensspitze, dass die Politik an der Steuerschraube für den Tabakware-Einzelhandel dreht, während riesige Einnahmepotenziale ungenutzt bleiben. So floriert in Deutschland ein unregulierter Grau- und Schwarzmarkt für tabakfreie Nikotinbeutel. Laut aktuellen Marktanalysen entgehen dem deutschen Staat durch das bestehende Verkaufsverbot und die fehlende Besteuerung jährlich rund 500 Millionen Euro.
„Statt den steuerzahlenden Mittelstand in den Ruin zu treiben, muss die Politik ungenutzte Steuerpotenziale heben“, fordert Löffler und ergänzt: „Eine Legalisierung von Nikotin-Pouches mit einem klaren Rechtsrahmen und einer kontrollierten Abgabe in Fachfilialen wie den unseren würde den Jugendschutz garantieren und dem Bundeshaushalt sofort eine halbe Milliarde Euro einbringen. Das wäre echte Wirtschaftspolitik mit Augenmaß, statt einer reinen Substanzsteuererhöhung.“
Die Verantwortlichen im Unternehmen warnt zudem vor einer dramatischen Stärkung krimineller Schmuggelnetzwerke. Drastische Steuererhöhungen der Vergangenheit hätten gezeigt, dass Verbraucher bei zu hohem Preisdruck in den Schwarzmarkt oder in den grenznahen Einkauf abwandern. Während der legale Handel existentiell geschädigt wird, werden die Kontrollmöglichkeiten im Jugendschutz und die Lenkungswirkung der Tabaksteuer untergraben und dem Staat brechen die erhofften Mehreinnahmen durch die Tabaksteuererhöhung weg.
Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert hat ihre detaillierten Kennzahlen und Befürchtungen den finanzpolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen übermittelt und fordert eine grundlegende Kurskorrektur in den anstehenden Ausschussberatungen.
