BfTG: „Politischer Fehlgriff“: Verband kritisiert Gesundheitsministerin Philippis Forderung nach Aromenverbot

16. Oktober 2025

Die Tabak Zeitung // Die jüngsten Forderungen des niedersächsischen Gesundheitsministers Philippi nach einem Verbot von Aromen in E-Zigaretten stoßen beim Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) auf scharfe Kritik. Der Verband warnt davor, die E-Zigarette als wirksames Mittel zur Schadensminimierung für erwachsene Raucher zu schwächen und die Erfolge anderer Länder zu ignorieren. Verbote nutzten ausschließlich dem illegalen Handel.

„Ein Aromenverbot wäre ein politischer Fehlgriff, der Raucher davon abhält, auf deutlich weniger schädliche Alternativen umzusteigen“, erklärt BfTG-Geschäftsführer Philip Drögemüller. „Faktisch käme ein solches Verbot einem Komplettverbot der E-Zigarette gleich. Aromen sind entscheidend dafür, dass Raucher dauerhaft vom Tabak loskommen. Wer sie verbietet, treibt Menschen zurück zum Rauchen oder in den Schwarzmarkt.“

„Deutschland sollte endlich den Mut haben, harm-reduction-orientierte Wege zu gehen, statt erwachsenen Konsumenten legale Alternativen zu erschweren“, so Drögemüller weiter. „Der illegale Markt macht bereits rund 40 Prozent des Gesamtmarktes aus – und wächst überall dort, wo überzogene Verbote gelten, wie das Beispiel der Niederlande zeigt.“

Seit dem 1. Januar 2024 gilt in den Niederlanden ein Verbot von Aromen in E-Zigaretten. Die Folgen sind deutlich: Der regulierte Fachhandel wurde massiv geschwächt, während der Schwarzmarkt stark gewachsen ist. Gleichzeitig sind sowohl die Dampf- als auch Raucherquoten unter Jugendlichen gestiegen.