BVTE kritisiert CSU
Erschienen am:
Die Tabak Zeitung // Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) hat die von der CSU-Landtagsfraktion geplante Novelle des Bayerischen Gesundheitsschutzgesetzes scharf kritisiert.
Wie der Verband in Berlin mitteilt, soll durch die Neuregelung die Nutzung von E-Zigaretten, E-Shishas und Tabakerhitzern mit dem herkömmlichen Tabakrauchen im Nichtraucherschutz gleichgestellt werden.
Künftig wäre damit das Dampfen und Erhitzen nikotinhaltiger Produkte in öffentlichen Gebäuden, Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern, Flughäfen und Gaststätten untersagt – unabhängig davon, ob sich Kinder oder Jugendliche dort aufhalten. BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke bezeichnet das Vorhaben als gesundheitspolitisch kontraproduktiv und warnt vor falschen Signalen. Laut BVTE würden E-Zigaretten und Tabakerhitzer deutlich geringere Risiken für Lungenkrebs sowie Atemwegs- und andere Erkrankungen bergen als herkömmliche Zigaretten. Die geplante Gleichstellung sende das Signal, dass ein Umstieg auf schadstoffärmere Alternativen keinen Unterschied mache. Stattdessen fordert der Verband faktenbasierte Aufklärung und betont, dass der Wechsel auf solche Produkte durch die Politik erleichtert werden sollte. Zudem wird kritisiert, dass die Novelle keinen wirksamen Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz leiste. Für einen effektiven Jugendschutz seien konsequente Kontrollen, höhere Bußgelder bei Verstößen gegen das Abgabeverbot an Minderjährige sowie ein entschlossenes Vorgehen gegen illegale Vapes und Influencer-Werbung in sozialen Medien notwendig. Der BVTE hält eine differenzierte Handhabung von Rauchverboten und Beschränkungen für E-Zigaretten und Tabakerhitzer für weiterhin erforderlich.
