BVTE: „Fakten statt Verbote”
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Die Tabak Zeitung// Angesichts wiederholter Forderungen aus Politik und Verbänden nach deutlichen Tabaksteuererhöhungen und neuen Verboten für Tabak- und Nikotinprodukte empfiehlt der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) eine Versachlichung der Debatte. Die vom Statistischen Bundesamt und dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) veröffentlichten Daten zum Rauchen und Nikotinkonsum bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen in Deutschland bestätigen einen langfristig rückläufigen Trend. Anlass für eine neue Verbotsdebatte bieten die Zahlen zum Rauchverhalten nicht.
„Für einen Überbietungswettbewerb der Verbotsbefürworter fehlt eine belastbare Grundlage“, erklärte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke: „Stattdessen müssen die Zahlen des Bundesinstituts und des Mikrozensus sachlich und ohne Schaum vor dem Mund bewertet werden, um eine echte Stärkung des Jugendschutzes zu erreichen.“ Die aktuellen Mikrozensus-Daten des Statistischen Bundesamts zeigen einen Rückgang des Raucheranteils unter Minderjährigen (15 bis 17 Jahre) auf 5,0 Prozent im Jahr 2025. Die sogenannte Drogenaffinitätsstudie des BIÖG zeichnet ein ähnliches Bild, auch wenn die ausgewiesene Raucherquote etwas höher liegt: 7,9 Prozent der 12– bis 17-Jährigen gaben hier an, in den letzten 30 Tagen geraucht zu haben (2023: 7,4 Prozent). Einen deutlicheren Anstieg auf 9,6 Prozent registrierte das BIÖG beim Anteil der Minderjährigen, die sich als Raucher einstufen.
Dies deutet darauf hin, dass der Begriff „Raucher“ von Jugendlichen heute nicht mehr ausschließlich mit dem Konsum von Tabakzigaretten verbunden wird, sondern zunehmend auch E-Zigaretten und andere Nikotinprodukte einschließt. Insgesamt, so der BVTE, stellt die BIÖG-Drogenaffinitätsstudie sowohl für Minderjährige als auch für junge Erwachsene „insgesamt und langfristig“ einen „Rückgang des Konsums von Tabak-Zigaretten und anderen Tabak- und nikotinhaltigen Produkten“ fest. Das Statistische Bundesamt verzeichnet auch für die Gesamtbevölkerung mit 19,1 Prozent eine im Vergleich zu 2021 nahezu unveränderte Raucherquote.
