Davidoff baut Marktführung im Jubiläumsjahr aus

9. Juli 2026

Die Tabak Zeitung // Das Familienunternehmen Oettinger Davidoff schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatzplus ab. Trotz Belastungen durch US-Zölle, den starken Schweizer Franken und eine gedämpfte Konsumentennachfrage erwirtschaftete der Konzern einen Gesamtumsatz von 545,3 Millionen Franken. Das entspricht einer realen Steigerung von 2,5 Prozent.

Unternehmenschef Beat Hauenstein präsentierte die Zahlen kürzlich vor Medienvertretern im Maison Davidoff, dem Basler Hauptsitz des Unternehmens. Dabei verwies die Geschäftsleitung auf die strategische Stärke der Eigenmarken.

Kernmarken treiben das Geschäft
Die Umsatzentwicklung im Eigenmarkengeschäft verlief positiv. Die Kernmarke Davidoff legte beim Umsatz um 2,4 Prozent zu. Deutlich zweistellig entwickelte sich die Marke Zino, die ein Plus von 16,1 Prozent verzeichnete. Diese Zuwächse erzielte das Unternehmen primär auf dem US-Markt sowie im zollfreien Reisehandel und den Partner-Märkten der Region EMEAA, die Europa, den Nahen Osten, Afrika und Asien umfasst.

Die Unberechenbarkeit der globalen Märkte spiegelt sich hingegen in der Produktionsmenge. Im Jahr 2025 fertigte Oettinger Davidoff 36,6 Millionen handgefertigte Premium-Zigarren, ein Rückgang von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut Unternehmensmitteilung reagierte der Konzern damit auf die makroökonomischen Herausforderungen. Hauenstein erklärte, das Unternehmen wolle die Marktführerschaft im Segment der handgefertigten Premium-Zigarren weiter ausbauen.

Ausbau von Produktion und Vertrieb
Um die Marktposition zu sichern, fließen kontinuierlich Investitionen in die eigenen Marken und das Filialnetz. Im vergangenen Jahr renovierte das Unternehmen vier Verkaufsstellen, darunter die Flagship-Stores in Basel und an der New Yorker Madison Avenue, und eröffnet sieben neue Geschäfte. Für das laufende Jahr plant das Management neun neue Boutiquen in Europa, Asien und Afrika sowie und fünf Modernisierungen.

Parallel dazu erweiterte der Hersteller seine Kapazitäten in den Herkunftsländern. In Villa González (Dominikanische Republik) ging ein neues Blending-Center in Betrieb. Die Manufaktur im honduranischen Danlí erhielt ein neues Fermentationsgebäude und eine größere Kistenfabrik. Diese Maßnahmen sind Teil der Fünf-Jahres-Strategie „Aspire727“, die das globale Wachstum steuern soll. Im Zuge dessen intensivierte der Konzern nach eigenen Angaben auch die Maßnahmen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht und baute die Solarinfrastruktur in Honduras und der Dominikanischen Republik aus.