EU-Kompromiss zur Tabaksteuer

21. Mai 2026

Die Tabak Zeitung // Die zypriotische Ratspräsidentschaft hat einen neuen Kompromiss für die Tabaksteuer vorgelegt. Sowohl bei den meisten Steuersätzen als auch bei den Übergangsfristen für die Mitgliedstaaten macht Zypern Konzessionen an die Kritiker.

Der Vorschlag liegt dem Nachrichtenpoartal Table.Briefings vor. Die Ratspräsidentschaft unter dem zypriotischen Präsidentem Nikos Christodoulides will darüber am 13. Mai abstimmen lassen und erhofft sich die Zustimmung der Mitgliedstaaten.

Die Sätze bei Zigarren und Zigarillos sollen weiter sinken. Zypern schlägt vor, dass die Mindeststeuersätze bei Zigarren und Zigarillos von 40 Prozent beziehungsweise 95 Euro je tausend Stück auf 30 Prozent beziehungsweise 80 Euro je tausend Stück sinken.

Tabakerhitzer & Nikotin-Pouches
Auch die Sätze für Heat-not-burn-Tabak sollen sinken von 280 Euro je Kilogramm auf 255 Euro je Kilogramm, beziehungsweise von 95 auf 85 Euro je tausend Stück. Die Sätze für Nikotinbeutel und andere Nikotinprodukte sinken in ähnlichem Maße. Dagegen soll der Mindestbetrag bei Liquids für E-Zigaretten leicht angehoben werden.

Die Mitgliedstaaten sollen mehr Freiheit bekommen, ihre Regelungen anzupassen. Im früheren Entwurf sollten einzelne Mitgliedstaaten in den Genuss von großzügigeren Übergangsfristen kommen, etwa Bulgarien und Griechenland.

Nun sollen alle Mitgliedstaaten großzügigere Übergangsfristen nutzen können. Dafür wird der Schwellenwert für die notwendigen Steuererhöhungen als Kriterium für die Gewährung der großzügigeren Übergangsfristen gesenkt.