FDA beschleunigt Prüfung von Nikotinbeuteln
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Die Tabak Zeitung // Die FDA lanciert aktuell ein Pilotprogramm, um Nikotinbeutel von vier Tabakfirmen zügig zu prüfen, wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ aus Sitzungsprotokollen erfahren hat.
Die Behörde reagiert damit auf Druck der Trump-Regierung. Die FDA plant, die Prüfung der Produkte von Philip Morris, Altria, Reynolds American und Turning Point Brands bis Dezember abzuschließen. Bisher mussten Firmen oft jahrelang auf Genehmigungen warten. So erhielt Philip Morris für Zyn erst nach über fünf Jahren die Zulassung. Zum Programm gehören Produkte wie Zyn Ultra, Altrias on!, Reynolds’ Velo Mini und Fre von Turning Point Brands.
Die schnelle Prüfung erleichtere einen raschen Marktstart und kläre rechtliche Unsicherheiten für bereits verkaufte Produkte, heißt es. Nikotinbeutel sind die am schnellsten wachsende Tabakproduktkategorie in den USA. Sie gelten als risikoärmer, doch Interessengruppen wie die Campaign for Tobacco-Free Kids fordert strenge Kontrollen, um Jugendliche zu schützen.
Ein FDA-Vertreter sieht derzeit keinen hohen Gebrauch bei Jugendlichen. Philip Morris dominiert mit Zyn den Markt mit einem Lieferwachstum von 40 bis 80 Prozent pro Quartal seit 2023. Altria und Turning Point Brands begrüßten die FDA-Initiative, Reynolds äußerte sich den Angaben zufolge nicht. Die FDA prüft die Produkte in einem gestrafften Verfahren, das sich auf zentrale Daten wie Produktzusammensetzung und Missbrauchspotenzial fokussiert.
