„Filterverbot ist Zigarettenverbot“

23. Oktober 2025

BVTE positioniert sich gegen DKFZ / „Filter reduzieren Schadstoffbelastung beim Rauchen“


BERLIN // Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) warnt vor den massiven gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen eines möglichen Verbots von Zigarettenfiltern. Ein solches Verbot, wie es derzeit auf europäischer Ebene diskutiert und vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) unterstützt wird, würde nicht nur den Verbraucherschutz schwächen, sondern wäre auch ein Rückschritt für die öffent­liche Gesundheit.

Die Behauptung des DKFZ, Filter würden keine gesundheitlichen Vorteile bieten oder gar zu einer höheren Schadstoffaufnahme führen, ist durch wissenschaftliche Daten nicht belegt, sondern basiert auf einer fast schon ideologischen Anti-Tabak-Strategie. Vielmehr besteht ein klarer Zusammenhang zwischen der Verringerung von Schadstoffen und dem Rückgang von Lungenkrebs­raten in westlichen Industrienationen. Zigarettenfilter leisten einen messbaren Beitrag zur Reduktion der Schadstoffbelastung beim Rauchen und senken den Kondensat- und Nikotingehalt des Tabakrauchs um bis zu 40 Prozent im Vergleich zu filterlosen Zigaretten. Epidemiologische Studien zeigen seit Jahrzehnten: Mit jedem Milligramm weniger Teer pro Zigarette sinkt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um zwei bis drei Prozent. In Deutschland und vielen anderen Industrieländern ist die Lungenkrebsrate seit den 1990er-Jahren signifikant zurückgegangen – auch durch die Einführung schadstoffärmerer Filterzigaretten.

„Ein Filterverbot würde die Schadstoffaufnahme erhöhen, den Schwarzmarkt stärken und den Verbraucherschutz aushebeln“, warnt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke. Ein Filterverbot würde de facto einem Verbot legaler Zigaretten gleichkommen, da rund 98 Prozent der in Deutschland konsumierten Zigaretten Filter enthielten. Die EU hat den Vorgang dementiert.