Händler fordern Analyse

23. Juni 2026

Die Tabak Zeitung // Der Retail-Branchenverband NACS hat einen faktenbasierten Ansatz bei der Überprüfung der EU-Tabakproduktrichtlinie gefordert.

Eine unzureichende Bewertung der Auswirkungen der Tabakproduktrichtlinie (TPD) der Europäischen Union berge das Risiko, Millionen von Verbrauchern in unregulierte Märkte zu treiben, hieß es. Dies würde die Ziele der Politik untergraben, die Steuereinnahmen verringern, die Jugendschutzkontrollen schwächen und legitime Unternehmen sowie Arbeitnehmer schädigen, warnte NACS, der globale Verband für Convenience-Retailer.

NACS verfolgt die laufende Überprüfung der TPD durch die Europäische Kommission sehr genau. Dieses Verfahren könnte erhebliche Auswirkungen auf Arbeitsplätze, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Lieferketten und den illegalen Handel in ganz Europa haben.
NACS ist überzeugt, dass der anstehenden Neufassung der TPD eine nur unzureichende Analyse der potenziellen Auswirkungen auf KMU, Beschäftigung und lokale Wirtschaft zugrunde liegt.
Henry Armour, CEO International bei NACS (National Association of Convenience Stores): „Eine solide Folgenabschätzung ist unerlässlich, damit politische Entscheidungen evidenzbasiert sind und keine unbeabsichtigten negativen Konsequenzen entstehen.“

Die Organisation hat die EU-Politiker deshalb dringend aufgefordert: eine umfassende sozioökonomische Folgenabschätzung durchzuführen, KMU- und Beschäftigungsaspekte vollständig in die Politikgestaltung zu integrieren und voreilige regulatorische Maßnahmen zu vermeiden, solange die potenziellen Auswirkungen auf den illegalen Handel nicht vollständig bewertet wurden.