Mikrozensus 2025: Kein Jugendschutzproblem bei Zigarren und Zigarillos

12. Juni 2026

Die Tabak Zeitung // Der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) verweist auf die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes und fordert eine differenzierte Regulierung auf EU-Ebene.

Während das Statistische Bundesamt im aktuellen Mikrozensus 2025 eine besorgniserregende Entwicklung beim jugendlichen Konsum von Tabak- und E-Zigarettenprodukten sieht, gibt es im Segment der klassischen Zigarren und Zigarillos keine Anzeichen für ein Jugendschutzproblem. Dies teilt der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) mit Sitz in Bonn nach Auswertung der detaillierten Altersdaten mit.

Aus den Daten geht hervor, dass Zigarren und Zigarillos absolute Nischen- und Genussprodukte bleiben:

0,4 Prozent der Gesamtstichprobe (beziehungsweise 2,0 Prozent aller Raucher) greifen zu Zigarre oder Zigarillo.

45 bis 75 Jahre: In dieser Altersgruppe bewegen sich die Hauptkonsumenten, wobei der Anteil männlicher Verbraucher stark dominiert.

Damit verfestigt sich der Trend aus dem Mikrozensus 2021 und dem EU-Eurobarometer. BdZ-Geschäftsführer Bodo Mehrlein betont, dass es sich hierbei um ein traditionsreiches Kultur- und Genussgut handelt, das keineswegs als Einstiegsprodukt für junge Menschen fungiert. Für anstehende gesetzliche Verschärfungen, insbesondere auf europäischer Ebene, fordert der BdZ eine Sonderstellung für die Branche. Ziel müsse eine Regulierung sein, die effektiven Jugendschutz mit dem Recht auf selbstbestimmten Genuss für Erwachsene verbindet. Bewusster Genuss sei ohnehin das beste Konzept zur Risikoreduzierung.