Steffen Rinn verlässt Don Stefano
Erschienen am:
Die Tabak Zeitung // Das Ende einer Ära: Wenige Wochen vor seinem 85. Geburtstag hat sich Steffen Rinn aus dem Unternehmen Don Stefano zurückgezogen. Er habe, teilte Rinn mit, bereits vor rund einem Jahr die Mehrheit der Gesellschaftsanteile an einen Investor übertragen. Bereits zum 31. Januar vergangenen Jahres, so Rinn weiter, sei er aus der Geschäftsführung ausgeschieden, um dem Investor die Steuerung der Manufaktur zu übertragen. Im November 2025 sei dann auch sein Sohn Matthias Rinn aus der Geschäftsführung ausgeschieden.
Nun hat Steffen Rinn auch seine vorübergehende Beratertätigkeit zum 31. Januar des laufenden Jahres beendet. Somit seien Vater und Sohn nicht mehr in die Geschäfte der Don Stefano GmbH eingebunden.
Steffen Rinn erklärt: „Die Zäsur nehme ich zum Anlass, mich sehr herzlich zu bedanken für die außergewöhnliche hohe Akzeptanz meiner Person und die meines Sohns Matthias bei den Lieferanten, Kunden und den Konsumenten anlässlich der Zigarren-Events.“ In vielen Begegnungen seien aus Bekanntschaften enge Freundschaften entstanden, die die Rinns gerne erhalten wollten.
In einem Statement stellte Steffen Rinn fest, für ihn, der seit Februar 1967 in der Zigarrenbranche aktiv war, sei es immer herausfordernd gewesen, die Position der Zigarre als Genussmittel zu verteidigen. Rinn: „Die Aufgabe werde ich auch weiter – wo und wie auch immer – mit Herzblut verfolgen.“
Die Don Stefano Zigarrenmanufaktur hatte sich 2025 personell und strategisch neu aufgestellt, um den Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich begegnen zu können. Thomas Sonnenberg wurde gemeinsam mit Walter Linz, der als Prokurist fungiert, in die Geschäftsleitung berufen (DTZ berichtete).
Der neue Geschäftsführer Sonnenberg hatte im Gespräch mit DTZ angekündigt, dass das Unternehmen weiter für Kontinuität und Engagement am Markt stehe.
Die Zigarrenmanufaktur setzt auf die bewährte Herstellungstradition. Auf historischen Maschinen fertigt das Unternehmen sein komplettes Sortiment in aufwendiger Manufakturarbeit – vom Zigarillo bis zur vielgelobten Perfección. Die Produkte richten sich an den Fachhandel und zahlreiche Stammraucher. Als besondere Spezialität bietet Don Stefano 100 Prozent deutsche Zigarren an, die vollständig aus Geudertheimer Tabak gefertigt werden. Ein weiteres Standbein bildet die Private-Label-Produktion für den Fachhandel.
