Tabaksteuer weiter schwach
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Die Tabak Zeitung // Der Fiskus muss auf nicht unbeträchtliche Einnahmen aus der Tabaksteuer verzichten, die Branche verliert zum Vorjahr an Umsätzen: Das ist der Schluss, den man aus der aktuellen Tabaksteuerstatistik ziehen muss.
Immerhin: Gegenüber dem April 2026 stieg das Tabaksteueraufkommen um 2,2 Prozent auf gut 1,45 Milliarden Euro. Aber: Im Vergleich zum Vorjahresmonat resultierte ein Minus von 2,4 Prozent. Bei Zigaretten gab es dabei sogar ein Plus von 4,4 Prozent auf fast 1,18 Milliarden Euro. Allerdings verzeichnete Feinschnitt einen Steuerrückgang um rund 13 Prozent auf 217,3 Millionen Euro, bei Zigarren und Zigarillos fiel das Minus ähnlich aus.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahm das Steueraufkommen bei Zigaretten um 5,7 Prozent ab. Dieser Verlust sorgte für den relativ schwachen Monat, denn alle anderen Kategorien (außer dem weiterhin nicht gesondert ausgewiesenen erhitzten Tabak) legten zu.
Betrachtet man den bisherigen Jahresverlauf, wird deutlich, wie schwach die Verkäufe bisher verliefen. Mit etwa 5,06 Milliarden Euro von Januar bis Mai lagen die abgeführten Beträge der Tabakindustrie rund 14,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Besonders gravierend der Schwund bei Zigaretten: Hier liegt der aktuelle Einbruch von Januar bis Mai bei 17,2 Prozent auf knapp 3,96 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 4,78 Milliarden Euro). Abgemildert wurden die Rückgänge vor allem durch das Plus bei Wasserpfeifentabak. Diese Kategorie verzeichnete in den ersten fünf Monaten ein Tabaksteueraufkommen von 21,41 Millionen Euro – das waren 30,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Blick auf den Netto-Steuerzeichenbezug als vorlaufendem Indikator lässt für den laufenden Monat keine große Besserung erwarten. Vielleicht kann aber die Fußball-WM noch Impulse bringen.
