„Limit für Pouches“: Drei Fragen an … Jonas Lundqvist, NNPA

17. September 2025

Die Tabak Zeitung // Die InterTabac rückt immer näher. DTZ wollte von bekannten Branchenvertretern wissen, was sie von der diesjährigen Messe erwarten. Heute: Jonas Lundqvist, Geschäftsführer der Nordic Nicotine Pouches Alliance (NNPA).

Warum ist Ihre Organisation als Aussteller dabei?


Jonas Lundqvist: Die InterTabac bietet der NNPA eine hervorragende Gelegenheit, mit Akteuren der gesamten Wertschöpfungskette in Kontakt zu treten und die Bedeutung einer verantwortungsvollen Wertschöpfungskette zu erörtern. Um mit politischen Entscheidungsträgern in den Dialog zu treten, benötigen wir Pouch-Produkte auf dem Markt, die bestimmte Standards erfüllen und aus politischer Sicht akzeptiert werden können. Wir sind überzeugt von diesem Produkt und davon, dass Verbrauchern die Möglichkeit gegeben werden sollte, ein weniger schädliches Produkt zu wählen. Die Zusammenarbeit mit den Akteuren der Wertschöpfungskette ist entscheidend, um politische Entscheidungsträger in der Europäischen Union zu erreichen.

Welche Entwicklungen treiben den Markt für Nikotinbeutel aktuell?


Lundqvist: Die NNPA hat sich darauf konzentriert, Bewusstsein zu schaffen und die Bedeutung einer verantwortungsvollen Wertschöpfungskette hervorzuheben. In den letzten fünf Jahren haben wir auf der InterTabac einen deutlichen Wandel bei den Ausstellern beobachtet. Bei unserem ersten Besuch gab es viele Hersteller mit sehr starken Produkten sowie Produkte mit Comic-Aufdrucken oder anderen Verpackungen, die Minderjährige ansprechen könnten. Ich bin überzeugt, dass Verbraucher zunehmend sensibler für Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Konsum werden. Im Kontext des Nikotinkonsums geht es vor allem um die Reduzierung von Risiken. Hier erfüllen Nikotinbeutel für viele Verbraucher genau diese Anforderungen.

Welche politischen Rahmenbedingungen braucht die Branche?


Lundqvist: Wir brauchen Regelungen, die den Nikotingehalt begrenzen, sowie Gesetze, die verhindern, dass Verpackungen Minderjährige ansprechen könnten. Seit 20 Jahren plädiert die NNPA für einen Grenzwert von höchstens 20 Milligramm je Beutel. Und wir sind der Ansicht, dass Nikotinbeutel besteuert werden sollten.