NGP: Pouches auf der Messe im Fokus
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Die Tabak Zeitung // Ob auf der Messe, im Konferenzprogramm oder bei den Side Events: Moderne orale Produkte wie Nikotinbeutel / Pouches waren das Trendthema der diesjährigen InterTabac.
Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE): „Die InterTabac hat in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf die neuartigen risikoreduzierten Erzeugnisse gerichtet. Sie sind eine wichtige Alternative für erwachsene Raucher. Der gesundheitspolitische Mehrwert dieser Erzeugnisse muss von der Politik endlich erkannt werden. Deshalb ist es höchste Zeit, tabakfreie Nikotinbeutel in Deutschland analog zur E-Zigarette im Tabakerzeugnisrecht zu regulieren.“
Tabak- und Nikotinbranche in ihrer ganzen Vielfalt
Tatsächlich hat die Tabak- und Nikotinbranche sich auch in diesem Jahr wieder in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. So divers, wie es bei der ersten Messe-Ausgabe 1978 wohl niemand für möglich gehalten hätte. Produkte der neuen Generation wie E-Zigaretten, Heat-not-Burn-Produkte, Pouches und Cannabidiol-haltige Waren – auf der Messe war alles vertreten.
Mittlerweile über 300 Aussteller aus dem NGP-Segment
Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Messe, wies darauf hin, dass mittlerweile über 300 Aussteller aus dem NGP-Segment stammten, dies sei „ein signifikanter Anteil“. Philip Drögemüller, Geschäftsführer beim Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) warnte vor einer überzogenen Steuerbelastung der Branche. So liege die Abgabe je Milliliter Dampf-Flüssigkeit (auch ohne Nikotin) bei 26 Cent je Milliliter und steige 2026 auf 32 Cent je Milliliter. Das sei deutlich mehr als der EU-weite Durchschnitt von rund 20 Cent. Der Verband hat einen Alternativvorschlag vorgelegt, der eine Besteuerung nikotinhaltiger Liquids bis 15 Milligramm je Milliliter von 12 Cent je Milliliter vorsieht, bei höheren Nikotinwerten könnten es 36 Cent sein.
Dabei wachse der Markt rasant: Nach einer Zunahme von 20 Prozent im vergangenen Jahr dürften die Umsätze 2025 nach Verbandsberechnungen um etwa 25 Prozent zulegen. Und, sagt Drögemüller: „Ohne den illegalen Handel könnte der Markt noch rund 30 Prozent größer sein.“
